Schmieröle

Reibung und Verschleiß sind die ständigen Begleiter von  Industrieanlagen. Die Ölschmierung, häufig in Form von Minimalmengenschmierung,  kommt  vor allem in der Industrieschmierung zum tragen. Die Ölschmierung kommt hauptsächlich bei Industrieanlagen (Fertigungsindustrie wie Stanzanlagen und Falzmaschinen, sowie jegliche Förderanlagen…) zum Einsatz. Die Minimalmengenschmierung oder auch Minimalmengen-Kühlschmierung bietet hier eine saubere und wirtschaftliche Lösung. Schmieröle sind hier ein gäniges Schmiermedium.


Charakteristisch für dieses Ölschmiersystem ist der geringe Schmierstoffverbrauch bei optimaler Schmierung der Schmierstellen, sowie die sehr geringen Schmierstoffrückstände der Schmieröle.


Schmieröle, die nicht Fahrzeugmotoren- oder Getriebeöle sind,  werden wie Schmierfette klassifiziert. Die  „International Organisation for Standardization" - ISO - erarbeitete eine Viskositätsklassen-Einteilung (Viscosity-Grades-VG) für Schmieröle. Genormt sind 18 Viskositätsklassen. Bei Ölen dient die Viskosität grundsätzlich zur Unterscheidung, ob ein Öl eher dick oder dünn ist. Genauer gesagt versteht man bei Schmierölen unter Viskosität die kinematische Viskosität (Zähigkeit). Sie ist ein Ausdruck für die innere Reibung einer Flüssigkeit. Bei einem Schmieröl ist sie eine der wichtigsten Eigenschaften und ist meistens extrem temperaturabhängig. Eine hohe Viskosität steht für eine höhere Tragfähigkeit des Schmierfilmes.  Die Änderung der Viskosität von Schmierölen durch Temperaturänderung kann von Öl zu Öl unterschiedlich sein. Deshalb legt auch heute noch der Viskositäts-Index (VI) gern die Charakterisierung des VT-Verhaltens (Viskosität-Temperatur-Verhalten) von Schmierstoffen in einem bestimmten Temperaturbereich fest. Der VI wird aus der kinematischen Viskosität bei 40°C und 100°C berechnet. Ein hoher Viskositätsindex kennzeichnet eine relativ geringe Änderung der Viskosität mit zunehmender Temperatur und umgekehrt.


Die Viskosität von Industrieschmierstoffen sind genormt in DIN 51519.


Die ISO-VG-Zahlen beziehen sich auf die kinematische Viskosität  bei einer Prüftemperatur von 40°C. Die bisherige Prüftemperatur war 50°C.


Werden weitere Viskositätsklassen benötiget, sind nur die in DIN 51519 genannten ISO-VG-Zahlen zu verwenden. Für die Umrechnung der kinematischen Viskosität in die dynamische Viskosität wurden mittlere Dichtewerte der verschiedensten Schmieröle zugrunde gelegt.


Jede Viskositätsklasse wird durch die ganze Zahl bezeichnet, die durch Runden des in mm²/s ausgedrückten Zahlenwertes der Mittelpunktviskosität bei 40°C erhalten wird.