Einleitungsanlage

Charakteristisch für eine Einleitungsschmieranlage ist, dass der Schmierstoff unter mittleren Druck über eine Hauptleitung zu den verschiedenen Schmierstoffverteilern geleitet wird und von dort an die Schmierstellen dosiert abgegeben wird. Die geeigneten  Schmierstoffe , bzw. Schmiermedien, für die  Einleitungsanlage  können  Öle  und  Fette  (Fließfette der NLGI-Klassen 000 und 00) sein, die über einen oder mehrere Schmierstoffverteiler, über Federkraft in den Nachschmierverteiler die optimale  Schmierstoffmenge an bis zu 100 Schmierstellen zeitgleich abgeben.


In diesem Druckbereich werden bei der Einleitungsschmieranlage vorwiegend Armaturen für lötlose Rohrverschraubungen eingesetzt  (Doppel-  oder Einfachkegelringe).


Zentralschmieranlagen nach dem Einleitungsanlage - System sind besonders für raue Umgebungen geeignet. Eine robuste Einleitungsanlage, kann je nach Größe der eingesetzten Pumpe kleinere, mittlere oder auch große Anlagen mit Schmierstoff versorgen. Solchen Umgebungen sind z. B. Windkraftanlagen und schwere Nutzfahrzeuge im off-Road-Einsatz, aber  auch  Bau-und Minengeräte ausgesetzt.  Eine  Einleitungsanlage  ist ebenfalls zugeschnitten auf kleinere Maschinen und Anlagen. Die Vorteile einer Einleitungsanlage liegen hier unter anderem in einer unkomplizierten Wartung und Konstruktion.

In der Zentralschmiertechnik wird zwischen zwei Einleitungsanlagen unterschieden:

Die Einleitungsanlage mit Vorschmier-Einleitungsverteiler

Während des Druckaufbaus in der Hauptleitung wird infolge des Schmierstoffdrucks (direkter Druck) vom Vorschmier-Einleitungsverteiler eine dosierte Schmierstoffmenge kurzzeitig unter Überwindung der Widerstände, die bis zur Reibstelle auftreten können, an die Schmierstelle weitergegeben. Wenn der Druck des Druckbegrenzungsventils der Anlage erreicht ist, steigt der Druck bei weiterlaufender Pumpe nicht weiter an. Die Entlastungszeit beginnt mit dem Stillsetzen der Pumpe. 


Während der Entlastungszeit wird mit Hilfe eines Entlastungsventils der Druck in der Hauptleitung bis auf einen Restdruck abgebaut, wobei im Einleitungsverteiler durch die Kraft einer Druckfeder eine dosierte Schmierstoffmenge für den nächsten Schmiertakt bereitgestellt wird. Der zeitliche Abstand, in dem ein Schmierakt dem nächsten folgt, ist durch eine festgelegte Pausenzeit gegeben, welche (z. b. mit Hilfe eines Kontaktgebers) vorwählbar festgelegt ist (zeitabhängige  Steuerung).


Die Einleitungsanlage mit Nachschmier-Einleitungsverteiler

Während der Pumplaufzeit erfolgt die Bereitstellung einer dosierten Schmierstoffmenge im Nachschmier- Einleitungsverteiler, welche anschließend mit Beginn der Entlastungszeit durch die Kraft einer Druckfeder im Verteiler (indirekt) an die Schmierstelle weitergegeben wird. Die Schmierstoffweitergabe zur Schmierstelle erfolgt über eine längere Zeit entsprechend den Widerständen, die bis zur Reibstelle auftreten.